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13. Oktober 2011

Verhandlungserfolg: KAV zieht Einsparungspläne zurück

Die restriktiven Sparmaßnahmen im Personalbereich des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Dies sicherte der KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold dem Vorsitzenden der HG II, Bernhard Harreither, in einem Schreiben am gestrigen Tag zu.

 

Hier die Presseaussendung der GdG-KMSfB im Wortlaut:

Krankenanstaltenverbund zieht angekündigte Einsparungspläne zurück


Hauptgruppe II führt konstruktive Gespräche mit Politik und KAV

Wien, 13.Oktober 2011 In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Hauptgruppe II (HG II) der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kunst, Medien, Sport, freie Berufe, Bernhard Harreither, versicherte der Generaldirektor
des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) Dr. Wilhelm Marhold, dass die am 21. Juli 2011 beschlossenen restriktiven Sparmaßnahmen im Personalbereich mit Wirkung vom 12. Oktober 2011 aufgehoben sind. Die Kürzungen und Einsparungen hatten zu großem Unmut bei zahlreichen Beschäftigten des KAV geführt, von denen viele die bestehende Arbeitssituation bereits als problematisch bezeichneten. Mit der Rücknahme wird gleichzeitig die Arbeitszufriedenheit der Beschäftigten in den Fokus des Managements gerückt. Dies ist ein Kernziel der von der HG II initiierten Kampagne Zeit für Menschlichkeit.


"Auch die Gespräche im Rathaus sind sehr konstruktiv verlaufen. Jetzt gibt es einen klaren Projektauftrag im KAV, die Personalausstattung zu überprüfen und rasch dafür zu sorgen, dass auch die Beschäftigten in besonders belasteten Bereichen zumutbare Voraussetzungen an ihren Arbeitsplätzen vorfinden", äußerte sich Bernhard Harreither. Die Rücknahme der Sparpläne hat insbesondere Auswirkungen auf die Nachbesetzung freier Stellen, den Ausgleich von Überstunden und die Zulassung zu Fort‐ und Weiterbildungen. "Dieser Erfolg ist dem guten Gesprächsklima zu verdanken; vor allem aber haben die unzähligen Aktionen der Beschäftigten selbst dazu geführt, dass das Thema Arbeitsdruck an entscheidender Stelle diskutiert wurde", so Harreither weiter.


Bereits am letzten Samstag wurde der Wiener Appell offiziell an Gesundheitsstadträtin Mag. Sonja Wehsely übergeben. Mit über 7.000 Unterzeichnern seit dem Kampagnenstart vor drei Wochen belegt der Wiener Appell den Handlungsbedarf in den Wiener städtischen Spitälern und Pflegewohnhäusern. Wehsely betonte bei diesem Zusammentreffen die Bedeutung wechselseitiger Wertschätzung, Hochachtung und Respekt als integrale Teile jeder Unternehmenskultur. "Man hat sich für die Umsetzung des Wiener Spitalskonzept 2030 einvernehmlich einigen können, deshalb gehe ich davon aus, dass wir auch die bestehenden Fragen zu aller Zufriedenheit lösen werden", zeigte sich Bernhard Harreither zuversichtlich. "Es besteht ein großer Konsens für die Ziele von Zeit für Menschlichkeit."

Die Presseaussendung als PDF-Datei...

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